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Verwaltervollmacht für Aktivprozesse aus dem Verwaltervertrag bedarf Beschlußfassung. PDF Drucken
Wohnungseigentum
Geschrieben von: Bernd Artmann   

Bild: © by S. Hofschläger/pixelio

ArchitektWenn ein Verwalter eine im Verwaltervertrag niedergelegte Vollmacht für Aktivverfahren nutzen will, bedarf der Vertrag regelmäßig einer Beschlußfassung der Wohnungseigentümer (LG Rostock, Beschluß vom 27.06.2013, 1 S 290/12).

Mit der vorliegenden Entscheidung setzt sich das Landgericht damit auseinander, inwieweit der Verwalter wirksam aktiv Prozesse für die Wohnungseigentümergemeinschaft aufgrund einer erteilten Vollmacht im Verwaltervertrag führen kann. Das Landgericht Rostock wies die Aktivklage als unzulässig ab.

 Das Landgericht führt aus, daß es an der erforderlichen Vollmacht des Verwalters mangelt, die Forderung gerichtlich geltend machen zu dürfen, denn nach § 27 Abs. 2 Nr. 2 WEG ist zwingend ein Beschluß erforderlich. Ausreichend dafür kann allerdings eine Regelung im Verwaltervertrag sein, wenn diese beschlossen wurde.

Grundsätzlich ist somit darauf zu achten, daß bei Führung von Aktivprozessen durch den Verwalter der Verwaltervertrag und die darin erteilte Vollmacht nicht ausreicht, wenn dazu ein Beschluß der Wohnungseigentümergemeinschaft nicht vorliegt.

Ohne einen solchen Beschluß besteht die Vollmacht des Verwalters nach § 27 Abs. 2, 3 jeweils Nr. 2 WEG nur für Passivverfahren, die sich gegen die Wohnungseigentümer bzw. gegen den Verband richten.

 

 
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